Geschichte des Jagdschlosses Friedrichsmoor


Inmitten des Niederungsgebietes der Lewitz wurde 1705  im Auftrag von Herzog Friedrich Wilhelm , ein Jagdhaus im Stil einer Blockhütte errichtet. Im Jahre 1791  wurde es von Herzog Friedrich Franz I.  nach einem Entwurf von Johann Heinrich von Seydewitz durch einen dreiflügeligen Fachwerkbau ersetzt. Von den Alleen, die einst strahlenförmig vom Jagdschloß ausgingen, ist heute nichts mehr zu sehen. Allein die Verbindung zum damaligen Residenzschloß Ludwigslust ist noch erkennbar und teilweise auch mit dem Auto befahrbar.

Luftbild vom Jagdschloss Friedrichsmoor

Viele berühmte Persönlichkeiten haben einst das Jagdschloß besucht. Darunter sind zum Beispiel Kaiser Wilhelm I. und Wilhelm der II. sowie der Reichskanzler Otto von Bismarck.

 

Noch bis  1918  diente das Jagdschloß ausschließlich  dem Landesherrn zum Zwecke der Jagd.

 

Ab 1957 war es ein FDJ  Jugendlager für das “Meliorationsobjekt  Lewitz” .Danach  wurde das Institut für Meliorationswesen der Universität Rostock Rechtsträger des Schlosses und bis zur Wende diente es dem VEB  Meliorationsbau Ludwigslust als Schulungsobjekt und Bürogebäude.

 

Die Szenentapete “la chasse á Compiègne”  befindet sich seit  1964  im Jagdschloß. Sie wurde um 1814 in Paris nach den Entwürfen von Charles Vernet  gedruckt. Nachdem das Schloss von 1991 bis 1996 bereits als Hotel und Restaurant betrieben wurde ,ließ man es räumen. Danach wurde es nicht mehr genutzt und aus diesem Grund wurde  1997 die Tapete ausgelagert.

 

Seit Ostern 2000 wird es nun wieder bewirtschaftet und renoviert. Die Tapete konnte im Frühjahr des Jahres 2004 endlich wieder ihren Platz im Jagdschloß einnehmen und erfreut nun die Besucher mit ihrem prachtvollem Anblick.